Stand 11.02.2026
Einfach ausgedrückt kann man sagen, dass Tarife ohne Altersrückstellungen in der Regel zu Beginn des Vertrages günstiger sind, mit steigendem Alter aber teurer werden.
Tarife mit Altersrückstellungen beginnen meist etwas teurer, dafür bleibt der Beitrag gleichbleibend stabil.
Diese Grafik hier verdeutlicht es recht anschaulich:

In jüngeren Jahren zahlst du etwas mehr Beitrag, als der Tarif eigentlich kostet. Dieser "Sparanteil" wird Altersrückstellung genannt. Die Versicherungsgesellschaft sammelt für dich das Geld an, und verwendet es im höheren Alter durch Entnahme aus deinem "Sparkonto".
Im höheren Alter müsstest du im Normalfall deutlich mehr bezahlen. Durch die jetzige Entnahme der angesammelten Altersrückstellung, also der Entnahme deines "Sparkontos", können die Beiträge stabil gehalten werden.
Bei einer Krankenzusatzversicherung ist es durchaus verführerisch, erst einmal einen Tarif ohne Altersrückstellungen abzuschließen, sind doch die Beiträge optisch sehr günstig.
Wenn aber mit steigendem Alter die Beiträge immer höher werden, ärgerst du dich am Ende und kannst im Extremfall die Beiträge nicht mehr bezahlen.
Und gerade im Alter werden doch die Zusatzversicherungen benötigt. Die Zähne werden möglichweise versorgt werden müssen, bei dem ein oder anderen stehen Krankenhausaufenthalte usw. an.

Lass es uns an einem Beispiel der xy Zahnzusatzversicherung mal durchrechnen.
Angenommen du bis 35 Jahre alt und möchtest eine hochwertige Zahnzusatzversicherung mit 90% Erstattung bei Zahnersatz abschließen.
Dabei wird ein Teil deines Beitrags zurückgelegt, um Beitragssteigerungen im Alter abzufedern. So bleiben die Beiträge später stabiler.
Weil du von Beginn an für die Zukunft mitbezahlst. Das sorgt aber für mehr Planungssicherheit im Alter.
Vor allem bei stationären und ambulanten Zusatzversicherungen – dort steigen die Gesundheitskosten im Alter deutlich und spätere Neuabschlüsse sind schwieriger.
Das kommt auf deine langfristige Planung an. Wenn du dauerhaft abgesichert bleiben willst, ist ein Tarif mit Altersrückstellungen oft die bessere Wahl – trotz höherem Startbeitrag.
Die Beiträge können stark steigen – planmäßig oder außerordentlich. Zudem wechseln viele gesunde Kunden früher, während kranke bleiben – das macht die Kollektive instabiler und treibt die Beiträge weiter nach oben.
Im Regelfall sind die Beiträge sehr stabil. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen oder dem medizinischen Fortschriftt kann es vereinzelt zu kleineren Anpassungen kommen. Das würde aber auch Tarife ohne Altersrückstellungen betreffen.
In guten Vergleichsrechnern kannst du gezielt nach „stabilen Beiträgen im Alter“ filtern. Oder du sprichst uns direkt an – wir zeigen dir die Unterschiede transparent auf.
Grundsätzlich ja, aber du musst neue Gesundheitsfragen beantworten und du steigst als Neukunde mit deinem jetzigen Eintrittsalter ein.
Mach dir daher frühzeitig Gedanken über deine passende Krankenzusatzversicherung – besonders dann, wenn dir eine dauerhaft tragfähige Lösung wichtig ist. Eine Krankenzusatzversicherung sollte man nicht so behandeln, als könnte man sie jedes Jahr einfach austauschen wie eine Kfz-Versicherung (selbst dort ist ständiges Wechseln selten sinnvoll).
Auch wenn Tarife ohne Altersrückstellungen auf den ersten Blick mit eher moderaten Beiträgen verlockend wirken, lohnt sich ein genauer Blick auf Leistungen, Beitragsentwicklung und die Bedingungen im Detail. Als dein Versicherungsmakler unterstütze ich dich dabei, die Unterschiede zu verstehen und eine Auswahl zu treffen, die zu deiner Situation passt.
Wichtig ist vor allem das Thema Gesundheitsfragen: Je später du dich kümmerst, desto größer wird das Risiko, dass Vorerkrankungen zu Ausschlüssen, Zuschlägen oder sogar zur Ablehnungen führen.
Die Annahmeprüfung wird in der privaten Krankenzusatzversicherung immer strenger, und die Auswahl erfolgt häufig sehr konsequent. Deshalb sollte deine Entscheidung langfristig durchdacht sein – damit du nicht nur heute, sondern auch morgen gut abgesichert bist.